Der grüne Platz

28. Nov. 2020

Tulln hat in NÖ einer Sonderstellung im Land, weil wir immer Trends gesetzt haben. Uns sind Dinge gelungen, die heute österreichweit beispielgebend sind. Wir sind eine der wenigen Städte in Österreich, die einen funktionierenden Hauptplatz haben. Viele kommen zu uns, um sich anzuschauen wie das funktioniert. Damals waren wir der Zeit voraus und jetzt gehen wir wieder der Zeit voraus. Deshalb wollen wir, dass die Donaulände noch näher an den Stadtkern rückt, durch einen lebenswerten – vor allem klimafitter – grünen Platz. Derzeit befindet sich dort eine große Hitzefläche. Klimaexperten empfehlen dringend solche Asphaltwüsten zu entsiegeln, was sich auch in der unserer Tulln-Strategie 2030 wiederfindet.

Ein grüner Platz in der Gartenstadt Tulln wäre zudem ein weiterer großer Schritt für die einzigartige Positionierung Tullns. Großes wollen wir in Tulln immer gemeinsam gestalten – unter Einbindung aller Bürger und aller Parteien. In der kommenden Gemeinderatssitzung geht es mit einem Grundsatzbeschluss los. Wir hoffen, dass möglichst viele Gemeinderäte für das Ziel stimmen, dass Tulln mit einem klimafitten grünen Platz im Zentrum erneut Trends setzen soll.

Erst nach dem Grundsatzbeschluss beginnen wir,  alle grundsätzlichen Herausforderungen für die nächsten Lösungsschritte aufzubereiten. Derzeit gibt es noch keinerlei konkrete Planungen. Bei diesen wird es natürlich auch um die Finanzierung gehen. Ein Landschaftsplaner hat die Kosten einer großzügigen Variante mit rund 4 Millionen Euro geschätzt, wobei natürlich - je nach Ausführung - die Kosten auch geringer ausfallen können. Zusätzlich sind wir optimistisch, dass durch Förderungen von Bund, Land und EU könnten die Gesamtkosten für die Gemeinde nochmals deutlich reduziert werden könnten.

Ebenso wichtig wird sein, den notwendigen Ersatz der Parkflächen zu lösen, denn wenn wir das Projekt zu einem Gewinn für die Stadt machen können, dann soll es keine Verlierer geben - deshalb müssen wir intensiv über die Parkplatzfrage nachdenken.

Und nicht zuletzt braucht es eine wunderbare Gestaltung des Platzes selbst, darüber sind wir im Gedankenaustausch mit niemand Geringeren als André Heller, der für seine Beratung keinen Cent verlangt. Gehen wir es an, damit in Tulln erneut etwas ganz Großes entsteht. Selbstverständlich sind wir offen für alle Anregungen, von der gesamten Bevölkerung, welche Anforderungen dieser grüne Platz erfüllen soll.

P.S.: Gleichzeitig mit dem grünen Platz, soll auch das Finanzamt - als ein Leuchtturmprojekt der BIG - völlig renoviert und zu einem klimafitten, grünen, Bundesamtsgebäude umgestaltet werden.

Update (6.12.): 

In der am 2.12. erschienen Ausgabe der NÖN wurde ich zitiert, dass ich bezüglich der Gestaltung des grünen Platzes im Gedankenaustausch mit Herrn André Heller stehe. Das ist auch völlig korrekt. Ich hätte es sogar noch offensiver formulieren können, nämlich, dass mir Herr Heller jede Hilfe bei der Platzgestaltung zugesichert hat.
Es entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, weshalb ein Kollege der Opposition in dem erwähnten NÖN-Artikel behauptet, es sei die Errichtung eines „Heller-Parks um vier Millionen Euro“ geplant. Ich möchte daher hier ausdrücklich festhalten: Wir können uns glücklich schätzen, dass ein dermaßen international anerkannter Künstler wie Andre Heller sich darüber Gedanken macht, wie der angestrebte grüne Platz aussehen könnte. Aber es wird mit Sicherheit keinen „Heller-Park“ geben und zudem verlangt Herr Heller für die Beratung keinen einzigen Cent.
 

Am vergangenen Mittwoch (25.11.2020) nahm ich an einer Pressekonferenz unter anderm mit Helga Kromp-Kolb und André Heller teil. In dieser Pressekonferenz ging es um eine neue Inititative, die Städte und Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützen möchte. Mein allgemeinen Ausführungen starten um 29:12, jene zum grünen Platz beginnen um 37:03. (Hinweis: Die dargestellte Skizze über die mögliche Gestaltung des grünen Platzes diente lediglich zur kurzfristigen Illustierung und ist nicht das Ergebenis einer tatsächlichen Planung).