Einstimmiger Beschluss: Planungsprozess zur Umgestaltung des Nibelungenplatzes beginnt

07. Mär. 2021

„Die Qualität der Gartenstadt Tulln zeichnet sich ganz besonders über die Qualität ihrer öffentlichen Räume aus. Der Nibelungenplatz spielt mit seiner herausragenden Lage zwischen Hauptplatz und Donau im System der öffentlichen Räume ohne Zweifel eine wichtige Rolle. In seiner aktuellen Anmutung und Nutzung trägt er aber weder seiner Lage, noch seinem Namen Rechnung. Hinzu kommt, dass uns gerade die aktuelle Pandemiesituation einmal mehr verdeutlicht hat, wie wichtig die öffentlichen Räume in unseren Städten sind. Sie haben als Orte zum Aufhalten, Treffen, Spazieren, Flanieren und zum Erholen massiv an Bedeutung gewonnen. Der Nibelungenplatz bringt großes Potential mit, ein lebenswerter öffentlicher Raum mit hoher Erlebqualität direkt im Zentrum und am Wasser zugleich zu werden – für die TullnerInnen und die Gäste gleichermaßen“, führte DI Daniela Allmeier im Rahmen der Gemeinderatssitzung aus. Mit ihrem Planungsbüro „Raumposition“ wird sie den Planungs- und Partizipationsprozess begleiten, der mit einer Volksbefragung enden wird. Dies wurde vom Gemeinderat am 3. März einstimmig beschlossen.

Die zentralen Fragen

Wie kann also aus einem Parkplatz ein „richtiger“ Platz werden? Wie könnte der Platz in Zukunft aussehen? Was würde das kosten? Welchen Stellplatzbedarf braucht es zukünftig und wo kann man adäquate Ersatzangebote schaffen? Mit diesen Fragen werden sich alle Beteiligten, FachexpertInnen und die BürgerInnen in den kommenden Monaten intensiv auseinandersetzen. In der Gemeinderatssitzung wurden die ersten Beschlüsse gefasst, um diesen Planungsprozess auf den Weg zu bringen.

Bürgernaher Planungsprozess startet

Unter dem Motto „Gemeinsam Platz machen“ werden nun zusammen Perspektiven erarbeitet und so die Zukunft der Gartenstadt Tulln – in gewohnter Manier – gemeinschaftlich gestaltet. Essentiell für die im Gemeinderat vertretenen Parteien ist, dass im Rahmen des mehrstufigen Prozesses mehrere Gestaltungsvarianten unterschiedlichen Umfangs für den Nibelungenplatz ausgearbeitet werden, wobei jedenfalls eine Basis-Variante um max. 1 Mio. Euro Projektkosten vorgelegt werden soll. Über maximal drei ausgearbeitete Gestaltungsvarianten wird eine Volksbefragung stattfinden, die nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich im 4. Quartal 2021 stattfinden soll.

Folgende Schritte des Planungsprozesses wurden im Gemeinderat vorgestellt:

  1. Frühjahr 2021: Grundlagenerhebung, z.B. Verkehrsanalyse
     
  2. Frühjahr/Sommer 2021: Bürgerbeteiligungsprozess: online, per Post und bei kleinen Zusammenkünften vor Ort werden die BürgerInnen die Gelegenheit haben, ihre Vorstellungen für den Nibelungenplatz der Zukunft einzubringen.
     
  3. Spätsommer 2021: Perspektivenwerkstatt: Planungsbüros erarbeiten erste Varianten zur Platzgestaltung. Diese werden der Öffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Ergebnisse fließen in die planerische Ausarbeitung ein.
     
  4. Herbst 2021: Stadtforum und Grätzl-Tour: Die überarbeiteten Varianten zur Platzgestaltung werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltungsreihe präsentiert. Auch die Stadtteile werden besucht. Hier gibt es noch einmal die Möglichkeit für Feedback.
     
  5. Herbst 2021: Information und Volksbefragung: In der Projektzeitung können sich die BürgerInnen über die Ergebnisse der Planungen informieren. Anschließend geben sie in einer Volksbefragung ihrer bevorzugten Variante die Stimme.