Hunde: Mehr Rücksicht, weniger Nachsicht

12. Okt. 2018

Hundehaltung hat viele positive Aspekte, aber bei falscher Haltung bzw. fehlender Erziehung können Hunde mitunter gefährlich werden. In unserem Einflussbereich setzen wir daher auf Aufklärung, präventive Maßnahmen und – bei Missachtung – auch auf Strafen. Am wichtigsten ist aber – im Sinne der Idee der „Stadt des Miteinanders“ – die gegenseitige Rücksichtnahme bei der gemeinsamen Nutzung des öffentlichen Raumes. Verantwortungsvolle Hundehalter bemühen sich um ein harmonisches Miteinander, aber auch Spaziergeher und Sportler ohne Hund können ihren Teil zu einem freundlichen Umgang beitragen.

Leinen- und Beißkorbpflicht wird kontrolliert

Die vielen Grünflächen der Gartenstadt sind auch für Hundebesitzer beliebte Strecken für Spaziergänge, allen voran die Donaulände. Die gemäß dem NÖ Hundehaltegesetz geltende Leinen- und Beißkorbpflicht (Anmerkung: entweder oder) wird von der Polizei exekutiert. Im Sinne eines rücksichtsvollen Miteinanders klären und ermahnen Polizeistreifen in wiederkehrenden Schwerpunktkontrollen bezüglich der geltenden Rechtslage – und stellen bei Missachtung auch Strafmandate aus. Bei den Schwerpunktkontrollen im vergangenen September wurden insgesamt 7 Abmahnungen ausgesprochen und 6 Organmandate ausgestellt.

Wachdienst kontrolliert Entfernung des Hundekotes

In Tulln sind derzeit knapp 1.000 Hunde angemeldet – und die müssen sich auch erleichtern. Die Verantwortung für die Entsorgung des Häuferls trägt der Hundehalter. Dennoch sind nicht entfernte Hinterlassenschaften immer wieder Ärgernis in den Tullner Grün- und Freizeiträumen. Die Hundekot-Entfernung wird in der Gartenstadt Tulln in den kommenden Wochen von einem eigens engagierten Wachdienst verstärkt kontrolliert: Wird Hundekot nicht entfernt oder wird das gefüllte Sackerl einfach am Wegesrand oder in einem Beet entsorgt, kann von den bevollmächtigten Organen eine Strafe von € 50,- verhängt werden. Auch hier erfolgen zunächst Aufklärung und Abmahnung. Gleichzeitig informiert der beauftragte Wachdienst auch über die geltende Leinen- und Beißkorbpflicht.

Rücksichtsvolles Miteinander an oberster Stelle

Hunde sind aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken, sie sind Sozialpartner, Begleiter, als Teil von Polizei- und Rettungsteams oft sogar Helfer in der Not und können die soziale Integration z.B. von Kindern und älteren Menschen fördern. Allerdings sollte die Anschaffung durchdacht sein, denn nur ein verantwortungsvoll und tiergerecht gehaltener Hund, dessen Bedürfnisse artgerecht befriedigt werden, ist ein ausgeglichener Hund, der in der Gesellschaft einen fixen und akzeptierten Platz hat. Wird der Hund bei Begegnungen mit Radfahrern bei Fuß geführt oder sitzt sogar bei seinem Frauchen oder Herrchen, freut sich der Radfahrer über die freie Bahn, der Hundebesitzer über die Aufmerksamkeit seines Vierbeiners und der Hund über ein gutes Leckerchen!