Interkommunale Zusammenarbeit: Tullner Wasser für Tulbing

17. Apr. 2019

Im Frühjahr 2021 wird es nun soweit sein: Das relativ harte Trinkwasser Tulbings wird mit hochqualitativem Tullner Wasser aufgewertet. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit macht Sinn. Zumal gerade auf kommunaler Ebene es immer wichtiger wird, größere Einheiten zu schaffen und vorhandenes Know-How mit anderen zu teilen. In diesem Fall profitieren beide Gemeinden: Tulbing durch eine gesicherte Wasserversorgung bester Qualität, Tulln mit dem Verkauf eines Teiles des hier geförderten Wassers.

Die Stadtgemeinde Tulln wird Trinkwasser mit null Härtegraden (Osmosewasser) über eine Leitung nach Tulbing pumpen, das dort dem Tulbinger Wasser beigemischt wird. Dadurch werden Härte und Nitratgehalt gesenkt. Seitens der Stadtgemeinde Tulln wird zur Umsetzung ab Jänner 2020 eine zusätzliche Naturfilteranlage um 700.000 Euro errichtet, die Kosten für die Errichtung der Versorgungsleitung werden zwischen den Gemeinden geteilt. In Tulbing wird ein neuer Wasserbehälter, sowie eine Anlage zur Vermischung des Tullner Osmosewasser mit dem Wasser aus Tulbing gebaut. Sämtliche Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt kann somit Tullner Wasser nach Tulbing fließen. Die sichere Trinkwasserversorgung Tullns wird dadurch selbstverständlich nicht gefährdet sein – die vorhandenen Anlagen können weit mehr Wasser fördern, als innerhalb der Stadtgemeinde benötigt wird.

Ich danke dem Tulbinger Bürgermeister Thomas Buder für die lobenden Worte: „Wir sind uns sicher, dass wir beim Wasserwerk Tulln gut aufgehoben sind. Es ist wichtig, optimale Trinkwasserversorgung für die Bürger zu garantieren und dabei auch die Kosten im Auge zu behalten. Mit der Stadtgemeinde Tulln als Partner können wir das!“. Mit einem international anerkannten Qualitätssicherungsprogramm (WSP) ist gesichert, dass mit dem Tullner Trinkwasser ein „Lebensmittel“ bester Qualität geliefert wird.