Radfahrtunnel unter dem Hauptbahnhof finanziell unrealistisch

Auf mein Drängen haben die ÖBB dankenswerterweise die Renovierung des Tullner Hauptbahnhofs um einige Jahre nach vorne gereiht. Die Planungen dafür sind dafür seit Monaten abgeschlossen, über 40 Millionen Euro werden von den ÖBB investiert. Vieles wird ab Ende 2018 neu, nur eines wird bleiben: Auch in Zukunft wird es nur eine Unterführung unter dem Bahnhof geben, die sich die Fußgänger und Radfahrer teilen müssen. Und so wie bisher wird es technisch und rechtlich nicht anders möglich sein, als dass die Radfahrer ihr Gefährt schieben müssen. Einziger Ausweg wäre ein eigener Tunnel für Radfahrer gewesen. Das Problem: Die Kosten dafür hätte die Stadtgemeinde tragen müssen, diese hat aber schon vor geraumer Zeit abgewunken, denn jeder vom Fach weiß, dass so ein zusätzlicher Tunnel ein Vermögen kostet. Stattdessen hat die Stadtgemeinde überlegt, die sogenannte Pummerslucke, diese liegt westlich des Bahnhofs und ist ca. 20 Meter lang, zu verbreitern. Nachdem die ÖBB die Kosten dafür mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt hat, hat die Stadtgemeinde auch von diesem Projekt Abstand genommen – die Kosten-Nutzen-Relation ist dafür einfach nicht gegeben.

Diese Überlegungen sind nun schon relativ lang her, nachdem jedoch jüngst eine Tullner politische Gruppierung eine Unterschriftenaktion startete, wurde diese Radunterführung erneut im Gemeinderat thematisiert - mit dem selben Ergebnis: 7 Millionen Euro für einige Sekunden Zeitersparnis sind einfach zu viel.