Telefonische Anlaufstelle (690-111) ist eingerichtet, die auch am Wochenende erreichbar ist.

13. Mär. 2020

Es ist in der aktuellen Situation sinnvoll, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um die exponentielle Verbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. „Räumliche Distanz bedeutet aber nicht, Menschen sozial völlig voneinander zu isolieren. Ich denke im Gegenteil, dass es gerade jetzt wichtig ist, gut aufeinander zu achten – und das ist auch ohne persönliche Nähe und unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien möglich. Seitens der Stadtgemeinde möchten wir den BürgerInnen daher eine Ansprechstelle bieten, wenn sie Fragen haben oder aufgrund der Einschränkung des sozialen Lebens Hilfe brauchen.

Telefonische Anlaufstelle der Stadtgemeinde Tulln

Als erste und zentrale Maßnahme bietet die Stadtgemeinde Tulln ab sofort eine Hotline für ihre BürgerInnen an, die bis auf weiteres täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer 02272 690 111 erreichbar ist. Die Hotline soll folgenden Zwecken dienen:

  • Anlaufstelle für Risikogruppen: In erster Linie soll diese Hotline als Anlaufstelle für jene Menschen dienen, die als Risikogruppe vollständig zuhause bleiben sollen und Hilfe bei Einkäufen und Besorgungen brauchen.
  • Vernetzung für BürgerInnen und Institutionen: Neben den Risikogruppen können und sollen sich auch Menschen melden, die ihre Zeit und Hilfe anbieten möchten – z.B. für Besorgungsfahrten. Die Stadt kann daraufhin als Vernetzungsstelle dienen und die Menschen der Risikogruppen mit engagierten Privatpersonen oder auch Institutionen wie dem Roten Kreuz und dem „Team Österreich“ vernetzen.
  • Informationen zu behördlichen und medizinischen Anlaufstellen: Medizinische Auskünfte können die MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde nicht erteilen, aber den BürgerInnen ggf. die richtigen Ansprechpartner und Kontakte nennen.
Maßnahmen, die anderen helfen

Nehmen Sie die Maßnahmen der Regierung ernst und reduzieren Sie den persönlichen Kontakt (=räumliche Nähe!) zu anderen auf ein Minimum, insbesondere zu Risikogruppen. Aktuelle Informationen erhalten Sie laufend im öffentlichen Rundfunk (ORF Radio, TV und Web) und auf offiziellen Websites von Bundesregierung, -ministerien und öffentlichen Institutionen – wir haben dazu eine Link-Sammlung zusammengestellt

Vernetzung Sie sich im unmittelbaren Lebensumfeld für gegenseitige Hilfe unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien:

ONLINE: Facebook-Gruppe „Tulln hilft“ als Vernetzungs-Plattform: In der regionalen Facebookgruppe "Tulln hilft" gibt es die Möglichkeit, sich konstruktiv mit anderen BürgerInnen auszutauschen, Infos zu erhalten und Hilfe anzubieten oder von anderen Hilfe zu erhalten. Die Gruppe wird von Stefanie Jirgal, Projektleitung der Initiative „Stadt des Miteinanders“ moderiert.

OFFLINE: Selbst aktiv werden und Nachbarn, Bekannten und Freunden Hilfe anbieten: BürgerInnen – insbesondere Schüler und Studenten, die aufgrund der div. Schließungen nun mehr Zeit zur Verfügung haben – können Eigeninitiativ in ihrer Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis ihre Hilfe für z.B. Einkäufe anbieten. Sie können zu diesem Zweck z.B. einfach Zettel mit Ihren Kontaktdaten und Ihren Unterstützungsvorschlägen verteilen.