Tulln (die Bevölkerung, nicht die Wirtschaft) soll langsamer wachsen

Rohbauten Lagerhausareal

Wie hier auf diesem Bild vom alten Lagerhausareal zu sehen, werden aufgrund der großen Attraktivität Tullns weitere Wohneinheiten gebaut. Demnächst wird neben dem Pagro und am Areal des ehemaligen Theresienheimes mit den Bauarbeiten begonnen. Die Widmungen für diese Projekte stammen aus der Vergangenheit.

In Zukunft soll Tulln langsamer wachsen und gleichzeitig als Wohnraum für TullnerInnen sowie für Betriebsansiedelungen zur nachhaltigen Schaffung von Arbeitsplätzen leistbar bleiben. Mit der Erhöhung des Einheitssatzes der Aufschließungsabgabe bei gleichzeitiger Förderung durch die Stadtgemeinde möchten wir diesem Ziel näher kommen. Die neue Aufschließungsabgabe wird am 21. März im Tullner Gemeinderat behandelt.

Laut unserem TVP-Modell für die Aufschließungsabgabe NEU soll ab 1. Juli 2012 der Einheitssatz von € 475,- auf € 700,- angehoben werden. Tullner BürgerInnen sowie Betriebsansiedelungen, durch welche nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen werden, trifft diese Erhöhung nicht: Sie bekommen von der Stadtgemeinde eine Förderung in Höhe von 32% und erhalten damit die Differenz der Anhebung retour. Die Aufschließungsabgabe ist somit ein  Steuerungsinstrument für das Wachstum einer Stadt. Durch die Kombination aus Erhöhung und maßgeschneidertem Fördersystem wird Tulln langsamer wachsen, die soziale Wärme bleibt erhalten und junge TullnerInnen, die ein neues Eigenheim in Tulln begründen möchten werden unterstützt, ebenso wie Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen.

TullnerInnen, die ein Haus auf einem neu erworbenen Baugrund bauen bzw. ein Reihenhaus oder eine Wohnung kaufen, erhalten nach der Fertigstellung 32% der für das Grundstück bezahlten Aufschließungsabgabe von der Stadtgemeinde als Förderung retour. Diese Begünstigung gilt nur für BürgerInnen Tullns, die entweder in den letzten drei Jahren oder innerhalb der letzten 10 Jahre mindestens 5 Jahre ihren Hauptwohnsitz in Tulln begründet hatten.

Die Anhebung des Einheitssatzes für die Aufschließungskosten gilt auch für Betriebs- und Industriegrundstücke. Hier fördert die Stadtgemeinde ebenfalls mit bis zu 32% jene Unternehmen, die nachhaltig Arbeitsplätze schaffen: Der Prozentsatz der Förderung steigt mit der Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter und wird in Form der Kommunalsteuer rückverrechnet.