Tulln zieht an, die Grundstückspreise auch.

08. Sep. 2017

Die Grundstückspreise sind in Tulln (und auch in den KGs) in wenigen Jahren stark gestiegen, Quadratmeterpreise von 400 Euro pro Quadratmeter auch außerhalb des Stadtzentrums sind keine Seltenheit mehr. Das ist ein klares Zeichen, dass unsere Stadtgemeinde anziehend ist, birgt jedoch den Nachteil, dass sich viele junge Menschen, die hier aufgewachsen sind, das Preisniveau nicht leisten können. Andererseits ist Tulln eine Stadt in der viele Bewohner in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Und für diese Wohnungs- und Einfamilienhausbesitzer ist ihr eigenes Heim zugleich ein Vorsorgeprodukt geworden.

Auf die Preisentwicklung der Immobilien kann die Stadtgemeinde nicht wirklich effektiv einwirken. Spürbare finanzielle Zuschüsse insbesondere für Jungfamilien überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der Stadtgemeinde. Eine radikale Ausweitung das Angebots durch weiträumige Umwidmungen von Ackerland in Bauland würde sicherlich ebenfalls nichts bringen, denn die Eigentümer des jungen Baulandes hätten keine Not, ihre Flächen zu verschleudern, sondern verkauften Parzelle für Parzelle zum aktuellen hohen Preis. (Auf die negativen Auswirken durch ein explosionsartiges Bevölkerungswachstum und weshalb wir deshalb auf "Langsame wachsen" setzen, gehe ich gerne in einem anderen Blogbeitrag ein.)

Ganz ohne Umwidmungen wird es jedoch nicht gehen, für die ich jedoch eines dringend anrege: Wir brauchen ein klares politisches Bekenntnis, dass bei Umwidmungen eine messbarer Mehrwert für die Stadtgemeinde entsteht, eine Win-Win-Situation für Grundstückseigentümer und Gesellschaft. Dafür gibt es bereits einige konkrete Beispiele in Tulln, aus denen wir eine entsprechende Leitlinie definieren können. Ich werde diesbezüglich an alle Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates herantreten.