Tullner Budget gemeinsam weiter konsolidieren!

18. Sep. 2011

Bereits Mitte August kündigte ich im NÖN-Sommergespräch erstmals an, dass ich mich darum bemühe, mittels einer so genannten Syntegration „den Haushalt der Gemeinde weiter zu konsolidieren“. Dieser Prozess, dessen Name sich aus den Begriffen Synergie und Integration ergibt, wird vom international bekannten Management-Zentrum von Prof. Malik in St. Gallen angewendet. Durch die effiziente Vernetzung von Wissen und der Erfahrung von vielen Entscheidungsträgern sollen neue Sichtweisen entstehen, die auch bislang Undenkbares in Bewegung bringen. Ich lernte Anfang Juli die Syntegration im SPD-regierten Fürth kennen. Diese deutsche Stadt, die etwa zehnmal so groß ist wie Tulln, spart seither 27 Millionen Euro – und das jedes Jahr. „Vielleicht gelingt es mir die Profis aus der Schweiz nach Tulln zu holen. Allerdings brauch ich dazu die Unterstützung des Landes, denn diese Topleute haben einen hohen Preis.“, sagte ich weiter im NÖN-Sommergespräch.

Mittlerweile hat das Land Niederösterreich grünes Licht gegeben und Tulln als eine blau-gelbe Pilotstadt auserkoren. Doch statt Anerkennung erntete ich harsche Kritik von SP-Vize Günter Kraft der von „TVP-Misswirtschaft“ spricht und ergänzt: „Die Gründe für die Finanzprobleme in Tulln sind leicht ausfindig zu machen. Dazu braucht es nicht die Dienste eines ausländischen Beratungsunternehmens um sündteures Geld, sondern bloß ein bisschen Hausverstand.“

Vorweg: Wir haben unsere Finanzen im Griff, jetzt gilt es finanzielle Spielräume für Zukunftsprojekte zu schaffen!

Soll die Syntegration tatsächlich in Tulln starten, dann wäre dafür in der Oktober-Sitzung des Tullner Gemeinderates ein Beschluss notwendig. Wir werden mit allen Gemeinderäten ausführlich diskutieren. Sobald die dafür notwendigen Unterlagen über die Tullner Syntegration zur Verfügung stehen, werden wir diese umgehend auch an Günter Kraft übermitteln. Ich kenne vorerst das Rohkonzept. Ich bin sehr optimistisch, dass die positiven Effekte das Beraterhonorar deutlich übertreffen. Dass Günter Kraft die Syntegration für Tulln noch nicht kennt, aber dennoch bereits dagegen ist, sehe ich so wie unsere TVP-Geschäftsführerin Eva Koloseus: „Mit ein bisschen Hausverstand müsste er erkennen, dass er mit seiner Destruktivität weder der Gemeinde noch seiner SPÖ hilft. Tulln braucht einen Schulterschluss aller Kräfte.“