Tullner Donaulände gewinnt „European Award for Ecological Gardening“

22. Nov. 2019

Es mir sehr wichtig, dass seit dem Jahr 2016 die gesamte Tullner Donaulände im Stadtgebiet Schritt für Schritt und anhand eines Gesamtkonzeptes neu modelliert und gestaltet wurde – als wesentlicher Bestandteil der Positionierung Tullns als die Gartenhauptstadt des Landes sowie als weitere Optimierung der Lebens- und Freizeitqualität für Bevölkerung und Gäste. Entstanden sind verschiedene Sitzgelegenheiten inmitten ansprechender naturnaher Gartengestaltung mit schattenspendenden Bäumen, eine Wassertreppe zur Donau sowie viel freier Raum zum Picknicken, Spielen und Verweilen. Insgesamt wurden 19.300 klimafreundliche, standortangepasste Stauden und Gräser gepflanzt. Mit variablen Blütenaspekten ernähren sie über die gesamte Vegetationsperiode zahllose Insekten und visualisieren natürliche Prozesse und jahreszeitliche Veränderungen. Wildtiere finden hier in unmittelbarer Nähe der Innenstadt Brut- und Rückzugsgebiete. Beim Gästehafen wurde eine vielfältig bespielbare Fläche sowie eine Blumentreppe mit Sitz- und Liegegelegenheiten geschaffen. Von hier aus werden die Gäste Tullns – insbesondere Touristen am int. Donauradweg – mit innovativen Gestaltungselementen über den Klosterweg weiter ins Stadtzentrum eingeladen.

Für diese umfassende Attraktivierung wurden wir gemeinsam mit dem beauftragten Landschaftsarchitekturbüro grünplan GmbH nun mit dem ersten Platz des „European Award for Ecological Gardening“ in der Kategorie „Kommunales Grün – ökologisch gestaltet und gepflegt“ ausgezeichnet. Tulln ist unter den Preisträgern in bester internationaler Gesellschaft: Die Gewinner der Kategorien „Nutzerfreundliche Grünflächen und Gartenprojekte von Gastronomie/Hotellerie & Gewerbebetriebe“ und „Urban Gardening – kreatives Gärtnern in der Stadt“ kommen aus der Kaiseraugst (Schweiz, nahe Basel) und London (UK).

Das Teilnehmerfeld und die Preisträger im Wettbewerb waren hochkarätig. In Bereich „Kommunales Grün“ ist die Gartenstadt Tulln definitiv eine Vorreiterstadt: "Es heißt immer, jeder muss einmal im Leben in Mekka gewesen sein – ich sage immer, Gartenfreunde müssen mindestens einmal die Gartenstadt Tulln besucht haben“, so Christa Ringkamp, geschäftsführende Präsidentin „European Garden Association – Natur im Garten International“ bei der Preisverleihung am 19. November 2019. Die internationale Fachjury unter der Leitung von ORF Bio-Gärtner Karl Ploberger bewertete die Einreichungen u.a. nach den Kriterien „Respekt vor Natur und Biodiversität“, „Ökologische Pflege und Pflanzenauswahl“, „Umsetzung innovativer und nachhaltiger Ideen“ und „Soziale Aspekte mit Vorbildcharakter“. In der Kategorie „Kommunales Grün“ setzte sich die Donaulände gegen neun weitere Projekte aus Österreich und Deutschland durch. Ing. Werner Sellinger, grünplan GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt der Gartenstadt Tulln umsetzen konnten. In der Planung war es unser Ziel, die Begegnung von Mensch und Natur kreativ und nachhaltig zu fördern – und ich denke, die rege Nutzung der Donaulände zeigt, dass das gut gelungen ist.“