Voller Einsatz: 1800 Anliegen in 80 Tagen

Im Dezember ist in Tulln ein einzigartiges demokratisches Projekt zu Ende gegangen: Anlässlich des Neujahrstreffens 2014 rief ich dieses Jahr  zum „Jahr des Dialogs“ aus und führte die „In 80 Tagen durch Tulln“-Tour an. In kleinen Gruppen wurden von den BürgerInnen fast 1.800 Hinweise und Anliegen angesprochen, um Tulln noch lebenswerter zu machen. Jedes einzelne dabei gesammelte Bürgeranliegen wurde bzw. wird von der Stadtgemeinde Tulln bearbeitet.

In vielen Fällen erhielten die BürgerInnen bei den Abenden unmittelbar Antworten auf die Anliegen und Anfragen. Wenn das nicht möglich war, wurde die Fachabteilung der Stadtgemeinde mit der Bearbeitung betraut.  Jedes Anliegen wurde bearbeitet und in der weiteren Folge in Kategorien eingeteilt. Die meisten Anliegen konnten bereits umgesetzt werden. Andere werden in Zusammenarbeit mit der Stadterneuerung in Angriff genommen – deren frühzeitige Wiederaufnahme übrigens auch zu einem großen Teil der Dialogtour zu verdanken ist.

Es war mein Ziel, den BürgerInnen bei 80 Diskussionsrunden in allen Stadt- bzw. Gemeindeteilen im wahrsten Sinne des Wortes näher zu kommen. Es ging mir dabei um die persönlichen Anliegen und Sorgen der Menschen und auch darum, gemeinsam das Beste für Tulln herauszuholen. Daher freut es mich, dass auch die anderen Parteien des Gemeinderates dieses Angebot angenommen haben und bei einigen Abenden ebenfalls dabei waren (am häufigsten waren die Kollegen der Grünen anwesend).  

Das Konzept hinter den Bürgerabenden war einfach: Die Abende fanden verteilt in ganz Tulln und allen Katastralgemeinden statt und es wurden jeweils die Bewohner von wenigen Straßen dazu eingeladen. In diesem bewusst klein gehaltenen Kreis konnten wir intensiv auf Anliegen der Menschen in dem jeweiligen Gebiet eingehen. So wurde Dialog zum zentralen Thema des Jahres 2014. Denn wenn sich eine Stadt wie Tulln so dynamisch entwickelt, dann muss sich das politische Engagement adäquat verändern, um die Herausforderungen zu meistern.