Wir werden viele städtischen Einrichtungen schließen.

12. Mär. 2020

Wir werden in Tulln wegen des Corona-Virus sehr viele städtische Einrichungen schließen. Zum Teil auch einige, die von den Regierungsanordnungen nicht betroffen wären. Ich habe mich dazu aufgrund von mehreren eingeholten Fachmeinungen entschlossen. Besonders nachdenklich stimmten mich die Erzählungen meines Freundes, Dr. Kurt Appel.  Er ist Universitätsprofessor in Wien, wo er sich derzeit auch befindet. Seine Frau ist Italienerin und lebt in einer kleinen Nachbarortschaft von Bergamo, wo sie  im Regelfall gemeinsam die Wochenenden verbringen. Vor ein paar Wochen hielt Kurt die Warnungen vor dem Corona-Virus noch für übertrieben. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Allein in den letzten 24 Stunden sind 5 Menschen in seinem italienischen Heimatort, in dem nur 2.000 Personen leben, wegen Corona gestorben. Die Spitäler in Bergamo - und in der gesamten (reichen) Lombardei - bieten den selben hohen Standard wie österreichische Kliniken. Dennoch fehlt es aufgrund der sehr vielen zeitgleichen Erkrankungen an Beatmungsgeräten. Menschen, die an sich das Virus überleben könnten, sterben, weil sie nicht beatmet werden. Menschen mit Herzinfarkten oder anderen akuten Erkrankungen erhalten wegen Platzmangels in den Spitälern nicht immer die notwendige rasche Versorgung. Ich verzichte hier auf weitere drastische Schilderungen, weil ich keine Panik erzeugen möchte. Es geht mir um einen pragmatischen Umgang mit diesen Herausforderungen. Ich habe aus dem Bericht von Kurt Appel erneut gelernt: Wir müssen alles daran setzen, dass unsere Spitäler voll funktionsfähig bleiben. Wir müssen also verhindern, dass sehr viele Erkrankungen zeitgleich auftreten. Deshalb halte ich die von der Regierung definierten Maßnahmen für sinnvoll. Noch können wir eine Katastrophe wie in Italien verhindern. Das sollten wir tun, auch wenn wir dabei Geld verlieren.

Bis auf weiteres GESCHLOSSEN sind folgende Einrichtungen der Stadtgemeinde Tulln:

  • Sport- und Familienbad DonauSplash inkl. Sauna, Fitnessstudio und Gymnastiksaal
  • Stadtsaal „Danubium“ (Veranstaltungen der TullnKultur), Veranstaltungsräume im Minoritenkloster und Florahofsaal
  • Sporthalle Bundesschulzentrum und alle weiteren mietbaren Turnsäle, Mehrzweck- und Bewegungsräume.
  • Museen: Egon Schiele Geburtshaus und Zuckermuseum. Die Saisonstarts von Stadtmuseum (Römermuseum und Virtulleum) und Egon Schiele Museum werden verschoben.
  • Jugendzentrum JUZ – ab FR 13. März
  • Stadtbücherei – ab Fr. 13. März
  • Musikschule – ab Mo. 16. März

Der Betrieb im Rathaus bleibt aufrecht. Die BürgerInnen werden aber ersucht, das Rathaus nur in dringenden Fällen zu besuchen und ihre Anliegen nach Möglichkeit telefonisch oder per E-Mail zu erledigen. Eine Liste sämtlicher Mitarbeiter und Zuständigkeiten findet sich auf www.tulln.at. Der Betrieb der infrastrukturellen Leistungen der Stadtgemeinde Tulln – namentlich der Bauhof, die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und die Müllentsorgung – bleibt uneingeschränkt und in der gewohnten Qualität aufrecht!

ABGESAGT werden bis auf weiteres alle Veranstaltungen der Stadtgemeinde Tulln:

  • Sämtliche Eigenveranstaltungen der Stadtgemeinde Tulln, z.B. o Stadt des Miteinanders: Zu Gast in Tulln (13. März), Tullner Frühjahrsputz (3. April)
  • E-Bike-Kurse in Kooperation mit dem ÖAMTC (2. und 17. April)
  • Osterhase auf Wasserschi (11. April)
  • Veranstaltungen der gemeindeeigenen Einrichtungen: Stadtbücherei, Musikschule, Gesundes Tulln, Volkshochschule
  • Bevorstehende Messen der Messe Tulln (pool+garden, Kulinar)

Information zu Veranstaltungen externer Anbieter (Vereine, etc.): o Private Anbieter und Vereine werden dazu angehalten, ihre bevorstehenden Veranstaltungen abzusagen (Epidemiegesetz). Sie können ihre etwaig vorhandenen Einträge im Veranstaltungskalender der Stadtgemeinde Tulln (www.tulln.at) durch Kontaktaufnahme unter oeffentlichkeitsarbeit@tulln.gv.at als „abgesagt“ kennzeichnen lassen.