"Alles getan, um möglichen Schaden für die Stadt abzuwenden"

20. Apr. 2012

Thomas Peischl bringt das Wesentliche auf den Punkt. Ich habe mich trotz aller öffentlicher Häme so verhalten, wie es der Vertrag mit der SREC (wurde einstimmig im Aufsichtsrat - also auch von der SPÖ - mitgetragen) von mir verlangt hat. Nur durch diese konsequente Vertragstreue konnte ich die Stadtgemeinde vor großem Schaden bewahren. Seit wenigen Tagen ist dieser Vertrag erfolgreich (im Sinne der sehr schwierigen  Bedingungen für die Stadtgemeinde Tulln) aufgelöst. Allerdings: Ich erwarte bzw. verlange von der SREC, dass sie alle eingegangenen Verbindlichkeiten gegen über allen Gläubigern ausgleicht!

Auch der kritische letzte Absatz von Thomas Peischl ist es wert, näher betrachtet zu werden. Auch hier gilt: Hinterher ist man gescheiter. Wir waren damals überzeugt, dass wir trotz des politischen Zündstoffs den die Absetzung von  Günter Kraft in sich birgt, nicht um diese Maßnahme herumkommen. Das gesellschaftsrechtliche Fehlverhalten von Günter Kraft stellte im November aus unserer Sicht eine Gefahr für das Projekt dar. Das mag im Lichte der heutigen Erkenntnis über die SREC etwas schwer verständlich sein, aber es war so.

Jetzt, wo das Areal der ehemaligen Feuerwehrschule wieder in der Verfügungsgewalt der Stadtgemeinde bwz. der TLG ist, gilt es wieder den Vorwärtsgang einzulegen.  Ich bin davon überzeugt, dass Tulln einen gehobenes Hotel in der Innenstadt zur Weiterentwicklung als Messe- und Kongressstadt benötigt. Ich beziehe mich nicht nur darauf, dass wir während der Messezeiten und bei außergewöhnlichen Großveranstaltungen, wie zuletzt bei der FIM-Rallye, viel zu wenige Gästebetten haben. Ein Hotel der gehobenen Klasse, mit ausreichenden Seminarräumen und entsprechenden Entspannungsmöglichkeiten für die freie Zeit,  würde auch außerhalb der "Hochsaison" Gäste nach Tulln bringen.

Ende 2010 wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um den Bedarf nach einem hochklassigen Hotel in Tulln zu evaluieren. Das Ergebnis spricht für sich: Entgegen dem österreichischen Trend steigt die Aufenthaltsdauer der Gäste in Tulln, Tulln ist als Messestadt im Wachsen und die Lage des geplanten Hotels ist als Standort ideal. Das Hotel hat daher das Potential, sich im Fokus auf Geschäfts-, Messe- und Kongresstourismus als Leitbetrieb der Region zu positionieren.

Selbstverständlich bleibt wie bei allen Investition noch ein unkalkulierbares Restrisiko. Ich werde alles daran setzen, potente Investoren davon zu überzeugen, sich für das Projekt zu engagieren.

Sollte es uns das gelingen, dann wäre dies nicht nur ein Quantensprung für den Tullner Tourismus sondern indirekt hätten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadtgemeinde etwas davon. Denn durch das Hotel und mitunter auch in deren Zulieferunternehmen entstünden neue Arbeitsplätze und damit für die Gemeinde  zusätzliche Kommunalsteuereinnahmen. Dieses Geld stünde dann wieder für Investitionen in die Lebensqualität unsere Stadt zur Verfügung.

Deshalb: Ein Hotel bleibt unser Ziel!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tags: