Erstes Gartenzitat Österreichs in Tulln

In den letzten Wochen ist an der Tullner Donaulände ein ganz besonderes Beet entstanden: Ein Ausschnitt aus einem originalen Beet-Entwurf für den Schlosspark Schönbrunn aus der Zeit um 1900, der in einem nachhaltigen Pflanzkonzept nachgebildet wurde. Die Gartenstadt Tulln hat für dieses einzigartige „Gartenzitat“ mit den Österreichischen Bundesgärten zusammengearbeitet.
Der Schönbrunner Schlosspark ist einer der prächtigsten des Landes – nun gibt es auch einen Hauch davon an der gärtnerisch üppig gestalteten Tullner Donaulände: Direkt hinter dem Minoritenkloster wurde von den Tullner Stadtgärtnern nach Original-Entwürfen der damaligen Hofgärten, der heutigen Österreichischen Bundesgärten, ein Ausschnitt eines Beetes aus der Zeit um 1900 gestaltet.
"Das „Gartenzitat“ in der Gartenstadt Tulln ist in Österreich einzigartig. Die Idee dazu wurde gemeinsam mit Bürgermeister Eisenschenk im Frühjahr spontan geborenentwickelt und von den Tullner Stadtgärtnern innerhalb kürzester Zeit eindrucksvoll und professionell umgesetzt“, freute sich Brigitte Mang, Direktorin der Österreichischen Bundesgärten bei der offiziellen Eröffnung des Gartenzitates am 1. Juli.
Beet-Entwurf aus der Zeit Egon Schieles
Basis für das „Gartenzitat“ ist ein Beet-Entwurf für den Schlosspark Schönbrunn aus der Zeit um 1900. Das ganze Beet wäre für die Donaulände zu groß gewesen, deshalb wurde von Stadtgärtner Mario Jaglarz ein Teil davon ausgewählt und detailgetreu nachgebildet. Allein bei der Bepflanzung wurde der ursprüngliche Entwurf adaptiert: Gemäß dem nachhaltigen und ökologischen Pflanzkonzept der Stadtgemeinde Tulln wurden statt einjährigen Sommerblumen mehrjährige Blütenstauden gesetzt.
„Wir freuen uns sehr, dass auch bei diesem einzigartigen Projekt auf Nachhaltigkeit geachtet wurde – ganz, wie es der ersten „Natur im Garten“-Stadt Österreichs entspricht“, so Christa Lackner, MBA MA, Geschäftsführerin der Initiative „Natur im Garten“, die ihren Sitz im Herbst in die Gartenstadt Tulln verlegen wird.
Umsetzung innerhalb von 3 Monaten
Als Standort für das Gartenzitat wurden zwei Beete direkt hinter dem Minoritenkloster ausgewählt, die sich zu beiden Seiten des kleinen, mit Säulen aus dem 17. Jahrhundert eingefassten Verweilplatzes befinden. Damit ist ein stimmiges Ensemble entstanden, das z.B. bei Hochzeiten den Blick von der Terrasse des Minoritenklosters Richtung Donau um ein weiteres einmaliges Merkmal bereichert. Die Stadtgärtner begannen Mitte März mit den Vorbereitungen des Bodens, im April und Mai wurde gepflanzt. Am 1. Juli wurde das „Gartenzitat“ nun feierlich eröffnet.



