Fünf Standorte in Tulln für Menschen auf der Flucht

22. Sep. 2015

Bisher haben in Tulln 34 Menschen in Gemeindewohnungen, in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes bzw. in privaten Unterkünften ein dauerhaftes Quartier gefunden. In Kürze werden rd. 100 weitere Flüchtlinge aufgenommen werden. Für die Unterbringung stellt das Land Niederösterreich Wohncontainer zur Verfügung, die an fünf Standorten in der Stadtgemeinde Tulln aufgestellt werden.

Das Leid in der aktuellen Flüchtlingssituation ist für unsere in Frieden lebende Gesellschaft kaum vorstellbar. Menschen wie wir mussten aus Angst vor Krieg oder Verfolgung ihr Zuhause verlassen. Viele TullnerInnen haben in dieser Tragödie bisher große, aktive Hilfsbereitschaft gezeigt – sowohl für die durchreisenden Transitflüchtlinge, als auch für jene, die als neue BürgerInnen in Tulln bleiben werden. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Engagement der BürgerInnen auch die 100 neuen Flüchtlinge bestens versorgen und rasch in das harmonische Leben in Tulln integrieren können.

Das Land Niederösterreich stellt mehreren Gemeinden Wohncontainer zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung, Tulln ist eine von ihnen. Statt wie ursprünglich geplant an einem Standort, werden diese auf Wunsch der Stadtgemeinde Tulln auf insgesamt fünf Standorte mit jeweils 20 Personen aufgeteilt – konkret an diesen Standorten:

• Josef-Reither-Straße 19

• Tulbinger Straße 18, Langenlebarn

• Areal der Pfarre St. Stephan

• Areal der Pfarre St. Severin

• Frauenhofen Hnr. 19

Durch diese Aufteilung wollen wir bewusst den Lager-Charakter vermeiden. Stattdessen möchten wir die BürgerInnen der jeweiligen Nachbarschaften aufrufen, offen zu sein und den Menschen aktiv bei der Integration zu helfen. Zu diesem Zweck wird es auch einen eigenen Info-Abend geben, zu dem die jeweiligen Anrainer persönlich eingeladen werden (siehe Kasten). Selbstverständlich werden die neuen Flüchtlinge auch von den bereits aktiven und bestens eingespielten Tullner Organisationen, Institutionen und privaten Gruppen betreut.

Konkret werden bis ca. Ende Oktober an allen fünf Standorten jeweils 13 Container aufgestellt. Die dadurch entstehenden Wohneinheiten bieten Schlafplätze für 20 Personen, jeweils einen Sanitärbereich, eine Küche und einen Aufenthaltsbereich. Die Anschaffungskosten für die Container übernimmt das Land Niederösterreich. Bei der Anbindung der Infrastruktur (Wasser, Kanal, Strom) werden die Kosten geteilt: Seitens des Landes waren die Ausgaben nur für einen großen Standort vorgesehen – aufgrund des Wunsches der Stadtgemeinde Tulln nach mehreren Standorten finanziert das Land die Infrastruktur-Anbindung für zwei Standorte, die Stadtgemeinde Tulln für drei. Insgesamt sind dies rund € 45.000,-.