Gelsenbekämpfung wird fortgesetzt.

02. Sep. 2007

Die starken Regenfälle Anfang Juli und das daraus resultierende Hochwasser haben in ganz Ostösterreich zu einer Gelsenplage geführt. In der Stadtgemeinde Tulln wurden zwar wie jedes Jahr zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, die entstandene Situation war leider mit keiner Methode in den Griff zu bekommen. Die Anzahl der Entstehungsstellen war bzw. ist gegenüber einer normalen Hochwassersituation, wo eine überschaubare Anzahl von Tümpeln verbleibt, unüberschaubar groß. So entstanden durch den von Regen übersättigten Boden eine Unzahl von kleinen Wasserlachen auch in Wiesen und Feldern, welche alle Brutstätten waren. Gleichzeitig konnte wegen dem hohen und vor allem langen Wasserstand in der Au nur eine bedingte Bekämpfung der Larven erfolgen.

Eine Vernebelung wie sie früher erfolgte, hatte bei derartigen Anfallsmengen seinerzeit auch keinen Erfolg gebracht, da der relativ schmale Korridor von ca 30 m, welcher mit dem Sprühnebel erfasst wurde, binnen kürzester Zeit von den angrenzenden Gebieten wieder besiedelt wurde. Die derzeit bestehnde Gelsenpopulation sollte bald stark dezimiert sein. Die neu entstehenden Larven werden bereits wieder biologisch bekämpft und sollten, so wie in den letzten Jahren auch, dann wieder, bevor sie zu Plagegeistern werden, absterben.

Wichtig: Bitte kontrollieren Sie Wasserbehälter im Freien. Ich habe zum Beispiel bereits im April in meinem Schwimmbecken, in dem sich noch das getrubte Wasser der vergangenen Saison befand, tausende Gelsenlarven entdeckt!

Hier noch ein paar allgemeine Informationen:

In der Gelsensaison werden die lästigen Blutsauger mit einem biologischem Wirkstoff bekämpft.

Dabei werden in regelmäßigen Abständen mögliche Brutstätten auf die Anzahl vorhandener Larven überprüft (Fachliche Leitung: Dr. Bernhard Seidel).

Sobald eine verstärkte Larvenbildung festgestellt wird, wird ein Eiweißpräperat ausgebracht, das gezielt die Gelsenlarven angreift. Zusätzlich wird die Bevölkerung regelmäßig informiert, wie mit einfachen Maßnahmen die so genannten Hausgelsen bekämpft werden können (z. B. durch das Entleeren oder Abdecken von Regentonnen damit Gelsen sich auch dort nicht einnisten).