Berufliche Veränderung: Wechsel von der Lehr- zur Managementfunktion

15. Jul. 2009

 

Jedes Mitglied des Tullner Gemeinderates übt - sofern nicht pensioniert - seinen erlernten Beruf aus. In meiner Tätigkeit als Wirtschaftspädagoge hat sich nun eine Veränderung ergeben: Ich wechsle von der Lehrer- in die Schulleiterfunktion. Hier im Bild: Die Übergabe des Ernennungs-Schreibens durch LSI Mag. Karl-Heinz Jirsa.

Am 10. Juli 2009 hat der Amtsführende Präsident des LSR für NÖ bekanntgegeben, dass ich per 1. August 2009 mit der Leitung der HAK/HAS Tulln betraut werde.

Ich freue mich sehr über diese Entscheidung. Ich werde mich voll auf die Managementfunktion dieser großen Schule mit mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen und fast 550 Schülern konzentrieren und deshalb grundsätzlich auf das Unterrichten verzichten, aber bei dringendem Bedarf gerne zur Verfügung stehen.

Die Institution Schule halte ich für die wichtigste außerfamiliäre Instanz im Leben eines jeden Menschen. Durch die Institution Schule wird den Schülerinnen und Schülern Fachwissen und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz vermittelt.  Das schafft nicht nur höhere Bildungsschancen für Kinder sondern auch eine stabile Gesellschaft.
 
Es ist mein klares Ziel, dass die Absolventinnen und Absolventen der Handelsakademie und Handelsschule Tulln aufgrund ihrer Ausbildung von der Wirtschaft auch in Zukunft stark nachgefragt sein werden. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass diese Schule – an der ich selbst maturiert habe – ihren guten Ruf nicht nur behält sondern weiter ausbaut. Ich halte die Position eines Direktors für eine besondere Chance die Weiterentwicklung einer Schule zu gestalten. Ich habe großes Interesse daran, Impulse zu setzen und daraus entstehende Projekte erfolgreich durchzuführen. Die Leitung einer Schule ist eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Herausforderungen in sich birgt, das mit Respekt und positiver Zwischenmenschlichkeit angenommen gehört.
 
Hinsichtlich meiner beruflichen Entwicklung war meine Bewerbung aus verschiedenen Blickwinkeln motiviert zu verstehen.
·         Als ehemaliger Wirtschaftsjournalist weiß ich, dass die Öffentlichkeitsarbeit für Schulen und für den Berufstand des Lehrers sinnvoll einsetzbar ist. Um dem öffentlichen Ansehen des Lehrberufes eine neue wichtige Bedeutung zu geben, halte ich an der Meinung fest, dass er einer der prägendsten Tätigkeiten unserer Gesellschaft ist.
·         In der Funktion als Vizebürgermeister bzw. Finanzstadtrates der Stadtgemeinde Tulln sind mir die Anliegen des Schulerhalters und der Wunsch nach effizientem Einsatz der vorhandenen Mittel ein persönliches Anliegen.
·         Als ehemaliges Mitglied des Unterrichtsausschusses im Parlament lernte ich viele Aspekte des gesamtösterreichischen Schulsystems kennen, die mich immer wieder in meinem Anliegen bestätigen, sich für eine effiziente Weiterentwicklung im Bereich Bildung einzusetzen. Somit setzt sich mit dieser Bewerbung für den Posten eines Direktors ein seit langem eingeschlagener beruflicher Weg fort, um aktiv am Bildungswesen teilzunehmen.
 
Die Anforderungen zur Führung und Betreuung von mehr als 500 Schülerinnen und Schülern sowie eines anspruchsvollen Lehrerteams ist eine weitere kommunikative Ebene, auf der ich meine gewonnenen Erfahrungen aus Wirtschaft und Politik zum Wohle aller einsetzen kann.
 
Ich möchte mich in Zukunft zu einem Schulleiter hinentwickeln, der die Lehrerschaft an der HAK/HAS-Tulln in ihrem Beruf bekräftigt, hohe Leistungen zu erbringen und eine große Befriedigung in ihrem Beruf zu erleben – ganz im Sinne einer pädagogischen Schul- und Unterrichtsentwicklung, sowie durch eine individuelle respektvolle Betreuung aller Schülerinnen und Schüler das Potential jedes Einzelnen zur Entfaltung zu bringen.