Einkaufsstädte im Ranking: Tulln in Niederösterreich Nummer 1

22. Apr. 2026

Standort+Markt (S+M) hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich für den diesjährigen City Retail Report insgesamt 67 Innenstadtlagen in 63 österreichischen Städte verschiedener Größen detailliert beleuchtet. Erstmals wurde dabei auch eine Benotung der untersuchten Einkaufsstädte bzw. -straßen auf einzelbetrieblicher Basis vorgenommen, das heißt Qualität, Ausstattung, Angebot und andere wichtige Kriterien wurden von S+M bewertet. Das aus Tullner Sicht äußerst erfreuliche Ergebnis: Die Gartenstadt ist in Niederösterreich Nummer 1 und liegt im Gesamtranking hinter dem 1. Bezirk in Wien und Kitzbühel auf Platz 3!

Tulln investiert in Projekte mit hoher wirtschaftlicher Umwegrentabilität

Unsere Strategie mit einer hohen Aufenthaltsqualität, insbesondere durch mehr Grün statt Grau, für Kunden anziehend zu sein, geht auf. Städte brauchten schon immer den Handel, aber heute braucht der Handel mehr denn je auch die Städte. Zudem macht sich die konsequente Positionierung Tullns als die Gartenstadt Österreichs bezahlt. Dieses ständige Arbeiten an der Strategie ist notwendig, da selbst Städte, die wie Tulln eine Tiefgarage im Zentrum anbieten können, zum Beispiel Bruck an der Mur, Schwierigkeiten bekommen, wenn die Aufenthaltsqualität nicht passt.

Mir ist es großes persönliches Anliegen, dass wir nicht nur in kommunale Pflichtaufgaben, sondern auch in Projekte investieren, die eine hohe wirtschaftliche Umwegrentabilität bringen oder die Stadt zum aktiven Wirtschaftsakteur machen. Zuletzt haben wir deshalb die stadteigene Tullner Liegenschafts GmbH die H&M-Immobilie gekauft. Auch die gärtnerische Gestaltung der Donaulände und die Verwandlung des Nibelungenplatzes wurden bewusst als weitere Anziehungspunkte im Stadtzentrum gesetzt. Die Stadt initiierte zudem das Innenstadthotel und das Süddeck, aber auch das Danubium setzt wichtige Akzente. Und schließlich stellen auch der Campus Tulln beziehungsweise das Technopol massive Zukunftsinvestitionen dar.

Unternehmensservice betreibt aktives Innenstadtmarketing

Hinzu kommt, dass das Unternehmensservice der Stadtgemeinde Tulln jahrein-jahraus aktives Innenstadtmarketing betreibt. Die Vielfalt der Aktionen reicht vom Trendfrühling über „Hello Summer“ (mit Shopping Gala und Schulschlussfest) und Outlet-Tage bis zum abwechslungsreichen Programm-Mix in der Adventzeit. „Wir haben hier ein sehr aktives und gut aufgestelltes Team, das als Ansprechpartner für Tullner Unternehmerinnen und Unternehmern zur Verfügung steht, aber auch die Ansiedelung neuer Betriebe forciert“, sagt dazu Wirtschaftsstadtrat Mag. Lucas Sobotka, „außerdem gratuliere ich unseren Handelsbetrieben zu dieser exzellenten Bewertung, die natürlich auch ein Ansporn für die Zukunft ist: Weiter so!“.

Das Fazit von S+M im City Retail Report 2025/26 lautet: Die Zukunft des stationären Handels in Österreich wird zunehmend von der Multifunktionalität der Städte abhängen. Eine bloße Konzentration auf Verkaufsflächen wird nicht ausreichen, um die Cities „wiederzubeleben“ respektive auf Dauer „am Leben“ zu erhalten. Stattdessen sind eine tiefgreifende Umstrukturierung und Anpassung an neue Bedürfnisse erforderlich.

Dieser Weg in Richtung Multifunktionalität wurde von uns bereits sichtbar erkannt und wird auch weiter beschritten. Der Erfolg von heute, kann morgen schon wieder vorbei sein. Daher müssen wir weiter daran arbeiten, dass die Innenstadt eine außergewöhnliche, sagen wir sogar atemberaubende Bühne für all das werden soll, was 'online' eben nicht geht! Das bedeutet: Echte analoge Frequenz durch moderne Angebote für kulinarische Genüsse, durch Dienstleistungen von Mensch zu Mensch und durch wunderschöne, konsumfreie Grünräume zum Verweilen und Staunen.