Jubiläum für das Miteinander: 15 Jahre „Netzwerk Nachbar“-Grätzlfeste
Es war mir schon immer ein großes Anliegen, das Miteinander in der Stadt zu fördern – begonnen bei den kleinsten Einheiten, den Nachbarschaften. Daraus entstand die Idee, die Bürger:innen zum Organisieren von Grätzlfesten zu animieren, indem wir ihnen ganz konkret Unterstützung dafür anbieten. Das waren meine Überlegungen, die zum Entstehen der „Netzwerk Nachbar“-Grätzlfeste geführt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In 15 Jahren wurden 350 Feste organisiert, die die Nachbarschaften nachhaltig positiv geprägt, Menschen miteinander verbunden und langjährige Freundschaften entstehen haben lassen.
Unterstützung schafft Motivation
Oft braucht es nur einen kleinen Schubs bzw. das Wissen, dass man Unterstützung erhält – und schon entsteht Besonderes: Im Rahmen von Netzwerk Nachbar erhalten die Bürgerinnen und Bürger der Stadtgemeinde Tulln handfeste Unterstützung dabei, selbstständig Feste für ihre jeweilige Nachbarschaft zu organisieren – in Tulln und in den Katastralgemeinden, für ihre Wohnhausanlage oder ihren Straßenzug: Die Stadt bietet Infrastruktur wie Heurigengarnituren und Stehtische, verordnet bei Bedarf eine Straßensperre und erstattet bis zu € 150,- für anfallende Kosten.
15 Jahre Netzwerk Nachbar, 15 Jahre Grätzlfest Föhrengasse
Waren es 2011 noch zarte sechs Grätzlfeste, entwickelten sich die Zahlen stetig nach oben – bis zum bisherigen Höhepunkt von 34 Festen im Jahr 2023. Eine von zahlreichen schönen „Netzwerk-Nachbar“-Geschichten schreibt die Föhrengasse: Die Nachbarschaft ist seit 2011 durchgehend dabei und hat auch bereits einen Generationenwechsel vollzogen: Elisabeth Mocker war 2011 eine der ersten Grätzlfest-Initiatorinnen und hat diese Aufgabe 2022 an Andrea Klingenbrunner übergeben – sodass das Föhrengasse-Fest heuer gemeinsam mit „Netzwerk Nachbar“ den 15. Geburtstag feiert.
Ursprung der „Stadt des Miteinanders“
Die Nachbarschaftsfeste fördern nicht nur den Zusammenhalt in den Nachbarschaften selbst, sondern sie waren auch der Ursprung für die übergeordnete Initiative „Stadt des Miteinanders“. Denn gemäß meiner ursprünglichen Idee sollten unter dem Titel „Netzwerk Nachbar“ bereits 2011 nicht nur Grätzlfeste, sondern auch andere Zusammenkünfte und Projekte gefördert werden – z.B. Themen-Stammtische oder gemeinsames Kochen. Hier war die Nachfrage damals jedoch noch gering, und gemäß dem Bedürfnis der Bürger:innen setzte die Stadt den Fokus auf die immer beliebter werdenden Grätzlfeste. 2017 war die Zeit reif: Die Initiative „Stadt des Miteinanders“ wurde gegründet und mit ihr entstanden vielfältige Miteinander-Erlebnisse, die über die Nachbarschaftsgrenzen hinausgehen.


