ALLE FÜR EINE(N) – EINE(R) FÜR ALLE

15. Jan. 2009

 

Tulln wird in Zukunft jünger werden! Sie bezweifeln das? Ihre Skepsis wird sinken, wenn Sie die ambitionierten Ziele des Projekts „Talkßàa(c)tive“ kennen. Jugendliche haben die Chance, mitzureden, aktiv mitzutun und mitzubestimmen – und zwar, wenn es darum geht, die Stadtgemeinde Tulln für sie und ihre Bedürfnisse attraktiver, lebens- und liebenswerter zu machen. Am 14. Jänner 2009 fiel in Tulln der Startschuss für diesen fokussierten Dialog zwischen Tullner Jugendlichen und GemeindevertreterInnen sowie ExpertInnen, die auf dem Gebiet der Jugendarbeit langjährige Erfahrung haben.

 Mit „Talkßàa(c)tive“ haben junge Menschen die Möglichkeit, sich selbst und ihre Veränderungswünsche in einer Workshopreihe und aktivierenden Projekten auszudrücken. Eines der wichtigsten Projektziele ist die Entwicklung von konkreten Projekten, die mit möglichst hohem Anteil an Eigeninitiative und Entscheidungsmöglichkeit von den Jugendlichen selbst durchgeführt werden können. Schon in die Projektvorbereitungen, die seit Herbst 2008 laufen, wurden die Jugendlichen der Stadtgemeinde Tulln aktiv mit einbezogen. So wurden auch der Projekttitel Talk ßà a(c)tive und das entsprechende Logo von den Jugendlichen selbst entwickelt und grafisch umgesetzt.
 
„Die Jugend ist der Schlüssel für eine zukunftsweisende Entwicklung einer starken Region“, habe ich bei der Auftaktveranstaltung gesagt, „darum engagiert sich der Regionalverband noe-mitte für dieses Thema.“ „Wir wollen erreichen, dass die Jugendlichen ein Forum bekommen, wo sie sich einbringen und ihre Projektideen und Verbesserungsvorschläge in den nächsten Jahren auch umsetzen können“, ergänzte STR Mag. Schimek, „unser Vorhaben ersetzt keine bisherigen Aktivitäten im Jugendbereich, sondern wird daran anknüpfen und die Kräfte bündeln.“
 
Auch die Jugend in Tulln – derzeit arbeiten schon einige Jugendliche in der Projektsteuerung mit – freut sich, dass sie sich aktiv einbringen und Partizipation in ihrer Stadt tatsächlich leben kann. Die Schülerin Eva-Maria Riedler, von Anfang an bei talk a(c)tiv dabei: „Das Projekt hat mich gleich interessiert, denn nur motzen ist zu wenig!“

Projektziel von Talk ßà a(c)tive ist die Mobilisierung Jugendlicher, sich für Tulln zu engagieren, „ihre“ Stadt nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu verändern. Gesetzt wird auch auf die Kooperation mit den lokalen Vereinen, denn rund 1200 Jugendliche in Tulln sind in Vereinen organisiert.

Die Jugend ist nun beim ersten Workshop am 11. Februar, 18h, im Stadtsaal Tulln (Clubraum) am Wort. Interessierte Jugendliche melden sich bei Herrn Andreas Pimperl, andreas.pimperl [at] tulln.gv.at, oder 02272/690 112. Aktuelle Infos zum Projekt werden unter www.tulln.at/jugend zu finden sein.

Das Projekt soll auch andere Stadtgemeinden in Niederösterreich anregen, ihre Jugendbeteiligung zu verstärken. Das Jugendprojekt in Tulln wurde auf Initiative des Regionalverbandes noe-mitte gestartet, der Projektträger ist. Als aktive Partner mit an Bord sind neben der Stadtgemeinde Tulln, das Niederösterreichische Jugendreferat und das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend. Begleitet wird das Projekt von ILD.
 
Die Erfahrung zeigt, dass die Projektideen der Jugendlichen nicht immer viel kosten müssen. Unbürokratische Beratung und finanzielle Unterstützung bieten einige Initiativen des Landes Niederösterreich, wie „come on“, die von Hannes Mayrhofer, Geschäftsführer der Kulturvernetzung Mostviertel, im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 14. Jänner 2009 in Tulln vorgestellt wurde.