Iren bringen der EU kein Glück

14. Jun. 2008

Irland hat in den letzten Jahren am meisten von seiner EU-Mitgliedschaft profitiert. Aus dem Nein zum EU-Vertrag der Iren ziehe ich daher die selben Schlüsse wie Othmar Karas: „Die größte Aufgabe für alle Mitgliedstaaten, Regierungen und Politiker darin liegt darin, den dramatischen Widerspruch zwischen dem Erfolgsprojekt EU und dem Empfinden in der öffentlichen Meinung aufzulösen. Dieses ‚Nein’ ist nicht auf eine schlechte EU zurückzuführen, sondern auf eine schlechte Kommunikation. Europa muss man nicht verteidigen, sondern besser, überzeugt und zukunftsgewandt erklären. Hier haben alle Mitgliedstaaten einen dringenden Nachholbedarf. Ohne aktive Mitbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Erfolgsprojekt Europa geht es nicht. Wer weiterhin kurzsichtig zwischen 'die in Brüssel' und 'wir zu Hause' unterscheidet, um sich selbst das Leben einfacher zu gestalten, überlässt Europa den Populisten und arbeitet weder im Interesse der Menschen noch unseres gemeinsamen Europa.“

Zugegeben: Die Fragen Europas sind sehr komplex, das verträgt sich nicht mit der Sehnsucht der meisten Menschen nach einfachen Antworten auf noch so schwierige Fragen. Dadurch schlägt sehr oft die Stunde der Populisten. Vieles, was schlecht läuft, wird leider gleich der EU angelastet. „Jenen, die sich jetzt über diesen Wahlausgang ‚freuen’, muss aber klar sein, dass sie nun auch die Verantwortung für allfällige Konsequenzen übernehmen müssen.“ (Wolfgang Schüssel).

Für mich gibt es keine seriöse Alternative zur europäischen Integration, es geht um das Europäische Lebens- und Gesellschaftsmodell: Frieden, Demokratie, Wohlstand, soziale Sicherheit und das ökologische Gleichgewicht in Europa.

Wogegen sich die Iren ausgesprochen haben: Klicken Sie hier (das ist ein Beitrag der sich schon sehr lange auf dieser HP befindet).