WZT-Abkommen mit Indien

10. Apr. 2008
Ich gratuliere Herrn BM Hahn für seinen großen Einsatz bei der Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung, die für viele österreichischen Studentinnen und Studenten den Grundstein für eine große Karriere legt und Österreich einmal mehr den Ruf einer kooperierenden Gesellschaft einbringt.
Genau um diese Art der Kooperation geht es, wenn das WTZ-Abkommen diskutiert wird, das mit relativ geringem Kostenaufwand, lediglich € 90.000,-, eine Vielzahl von Kooperationsprojekten unterstützt, die in steigendem Ausmaß in anderen bilateralen, multilateralen Projektkooperationen erfolgreich weitergeführt werden.
In diesem Abkommen zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit Indien geht es um einen wichtigen Aspekt der Internationalisierung der Hochschulbildung. Der Ausbau internationaler Kooperationen hat große Priorität und es ist daher nur zu begrüßen, dass der Verein Österreichischer Austauschdienst in eine international anerkannte, effiziente Agentur für internationale Bildungs- und Wissenschaftskooperationen weiterentwickelt wird.
Folgende Aktionsfelder bieten sich dazu an:
1.       Der europäische Wissensraum – in dem Österreich sehr gut vertreten ist. Derzeit hat Österreich den Vorsitz in der Arbeitsgruppe zur internationalen Zusammenarbeit des Europäischen Hochschulraums.
2.       Die Stärkung des Netzwerkes mit Südosteuropa - hier gibt es zahlreiche und vielfältige Kooperationen, unter anderem auch mit dem Kosovo, beziehungsweise mit der Universität in Prishtina.
3.       Die Kooperation mit ausgewählten außereuropäischen Staaten wie z.B. mit dem heute vorliegenden Abkommen mit Indien.
4.       Die Nutzung ausgewählter Netzwerke für die Kooperation mit Schwerpunktregionen. Hier sei das Eurasia-Pacific-Uninet genannt, ein im Jahr 2000 gegründetes Netzwerk, das österreichische Universitäten, Fachhochschulen und sonstige Forschungseinrichtungen mit Partnerinstitutionen in Ostasien, Zentralasien, Südasien und im Pazifischen Raum verbindet und multilaterale wissenschaftliche Zusammenarbeit, gemeinsame Forschungsprojekte, Konferenzen sowie Lehrenden- und Studierendenaustausch fördert.

In einer Zeit der Schnelllebigkeit und der vernetzten Kommunikation ist es wichtig, an anderen Stellen erneut zusammenzuwachsen. Das Grundrecht auf Bildung ist eine hervorragende Chance einander näher zukommen, politische Grenzen zu überwinden und eine Balance in der Völkerverständigung zu initialisieren.

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