Warum Empathie gerade in digitalen Zeiten so wichtig ist: Vortrag am 16. April

22. Mär. 2026

Ein Chatbot hier, eine Kommentar-Spalte dort: Digitale Services durchziehen unseren Alltag und ein großer Teil unserer Kommunikation spielt sich mittlerweile via Bildschirm ab. Die enorme Verbreitung von KI-Werkzeugen hat diese Entwicklung nochmals auf eine neue Ebene gehoben. Gleichzeitig ist der Mensch als soziales Wesen auf zwischenmenschliche Beziehungen angewiesen. Wie sich die Intensivnutzung digitaler Produkte auf unser Gehirn und unsere Psyche auswirkt, das erläutert der renommierte deutsche Neurowissenschaftler, Arzt und Autor Dr. Joachim Bauer in einem Vortrag am 16. April im Tullner Rathaus.

Spannende Impulse für den Alltag

Wir durften Dr. Joachim Bauer bereits mehrmals in Tulln begrüßen und seine Vorträge waren immer am Punkt der Zeit. Ich bin überzeugt, dass die Besucherinnen und Besucher stets mit neuen Erkenntnissen und wichtigen Impulsen für ihr Leben nach Hause gegangen sind – bei mir war es jedenfalls immer so. Ich freue mich schon auf den Vortrag und hoffe, dass viele unserer Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit nutzen“, lädt Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk ein.

Warum der Mensch Empathie braucht

Die Fähigkeit, sich in Andere hineinzuversetzen zu können, gehört zu den bedeutsamsten Begabungen, die dem Menschen von der Evolution mitgegeben wurden. Joachim Bauer wird in seinem Vortrag darstellen, wie unser Gehirn es möglich macht, dass wir uns in andere Menschen "hineindenken" können. Er wird außerdem ausführen, warum Kinder in den ersten Lebensjahren Einfühlung erleben müssen, um selbst zu empathischen Menschen werden zu können. Verlagert sich Kommunikation intensiv in die digitale Welt, so birgt dies das Risiko, dass wir uns aus Face-to-face Begegnungen zurückziehen und dass unsere Fähigkeit zur Empathie Schaden erleidet.