Schulnachricht für BMS beschlossen, Diskussionsprozess in BHS begonnen
Die derzeit noch gültige Regelung nach der in den Abschlussklassen BMS keine Schulnachrichten mehr ausgestellt werden ist in der guten Absicht beschlossen worden, Schüler zu entlasten.
Die Erfahrungen in der Schulpraxis haben gezeigt, dass hier eine Korrektur erforderlich ist. Insbesondere von erfolgreichen Schülern wurde verlangt, dass ihnen ein Nachweis über ihre guten Leistungen ausgestellt wird um diesen den persönlichen Bewerbungsunterlagen beizulegen. Diesem Wunsch schließen sich auch viele Unternehmen an, um die Aufnahmewerber objektiver zu beurteilen. Viele Schulen haben sich daher zuletzt mit inoffiziellen Notenbestätigungen beholfen. Aus dieser Sicht hat der Nationalrat beschlossen, die Schulnachrichten in der BMS wieder einzuführen. Bei meiner Wortmeldung im Plenum habe ich das als sinnvolle Maßnahme bezeichnet.
Für mich sind Überlegungen über diese Entscheidung hinaus relevant. Bei der BHS, an der bezüglich der Schulnachricht sinngemäß dasselbe gilt wie bei den BMS gibt es einen wesentlichen zusätzlichen Aspekt: An den BHS ist das 2. Semester besonders kurz ist, wenn man Ostern berücksichtigt, bleiben nur wenige Wochen in denen eine Vielzahl an Schularbeiten und Tests zu bewältigen sind. Deshalb gibt es hier Stimmen für die generelle Abschaffung der Semestereinteilung. Das halte ichzumindest als diskussionswürdig, allerdings nur in Verbindung mit der Leistungsbeurteilungsverordnung, damit den Schülern nicht eine Reihe von Nachteilen entstehen: Zum Beispiel eine beschränkte Möglichkeit Schularbeiten zu wiederholen, nur eine Mitarbeitsnote und schließlich gäbe es nur eine einzige – oft alles entscheidende - Prüfung pro Jahr und Gegenstand. Das halte ich - neben der Einführung der Schulnachrichten auch in der BHS - aus pädagogischen Gründen für absolut zu überprüfen



