Straßenbau: Großprojekt Innenstadtsanierung startet

02. Mai. 2021

Die Straßensanierung ist eine sehr kostenintensive Aufgabe, die alle Städte und Gemeinden Jahr für Jahr begleitet – und gleichzeitig nie abgeschlossen sein wird. Die Sanierung eines einzigen Straßenkilometers – in Minimalvariante ohne besondere Gestaltung – kostet derzeit rund 1,7 Mio. Euro. Die insgesamte Länge aller Gemeindestraßen beträgt nicht weniger als 115 km. Obwohl wir also wissen, dass wir nie fertig werden, arbeiten wir stets weiter. Aktuell schaffen wir mit der Langenlebarner Straße und der Innenstadt zwei Großprojekte parallel.

Einbauten- und Oberflächensanierung in der Innenstadt

Die Einbauten in der Innenstadt, die Gasleitungen der Netz NÖ GmbH und die städtischen Wasser- und Kanalleitungen, sind teilweise bis zu 40 Jahre alt und müssen getauscht werden – denn Gebrechen können in diesem Bereich bekanntlich folgenschwer sein. Da hierfür die Straßendecke großflächig geöffnet werden muss, wird im Zuge dessen auch der in vielen Bereichen bereits sehr in Mitleidenschaft gezogene Straßenbelag erneuert und teils auch der Straßenraum neu gestaltet. Das Projekt „Innenstadtsanierung“ wird in Abstimmung aller beteiligter Partner in den Jahren 2021 bis 2023 in mehreren Etappen umgesetzt.

Vorplatz für Egon Schiele Volksschule

Die größte Umgestaltung wird in der Kirchengasse rund um die erweiterte Egon Schiele Volksschule passieren: In den kommenden Wochen wird die Stadtgemeinde zwischen Kirche und Volksschule einen großen, barrierefreien Platz mit Sitzmöglichkeiten und naturnahen Grünflächen gestalten – ein weiterer Ort des Miteinanders, der für SchülerInnen, Eltern und alle Bürger nutzbar wird.

Straßensanierung: Eine Daueraufgabe für Gemeinden

Sanierung der Gemeindestraßen ist eine laufende Pflichtaufgabe von Gemeinden. Die Abnutzung durch motorisierten Verkehr, notwendige Einbauten-Arbeiten und sonstige Einflüsse machen den Oberflächen zu schaffen – so zeigt eine frisch sanierte Straße zeigt im Durchschnitt nach ca. 20 Jahren bereits wieder mittelstarke Abnutzungserscheinungen. Die Kosten summieren sich, denn ein Meter Straße in Norm-Ausführung (ohne Kanal, Begrünung und mit nur minimalem Gehsteig) kostet in der Herstellung rd. 1.700,- Euro.

 

Maßnahmen 2021: Schwerpunkt Karnergasse, Kirchengasse, Wiener Straße (im Plan in ROT gekennzeichnet)

  • Im Bereich um die derzeit in Umbau befindliche Egon Schiele Volksschule bis in die Wiener Straße erneuert die Netz NÖ GmbH bereits seit einigen Wochen die unterirdischen Stromleitungen. In den kommenden Wochen wird die Stadtgemeinde hier einen großen, barrierefreien Platz gestalten.
  • Die Kirchen- und die Karnergasse erhalten zwischen Mai und August neue Wasserleitungen sowie einen neuen Belag, danach folgen die Kirchengasse in Richtung Bahnhofstraße (Belagsherstellung 2022) und die schmale Blutgasse.
  • Die vielbefahrene Wiener Straße wird in den verkehrsärmeren Sommermonaten in Angriff genommen – im Juli werden hier die Wasserleitungen und der Straßenbelag erneuert.
  • Am westlichsten Stück der Wiener Straße, im Bereich der Baustelle beim ehemaligen Frank-Haus, werden die notwendigen Arbeiten an Gas-, Strom- und Wasserleitungen sowie die Wiederherstellung der Oberfläche erst im Herbst erfolgen, wenn die Großbaustelle in ihrer Endphase ist.

Maßnahmen 2021-2023: Nibelungengasse, Karlsgasse, Bahnhofstraße, Seilergasse (im Plan in BLAU und LILA gekennzeichnet)

  • Arbeiten im Jahr 2022: Die Planungen für diese Abschnitte der Innenstadtsanierung sind noch nicht abgeschlossen – nach derzeitiger Planung ist in der Seilergasse neben den notwendigen Sanierungsarbeiten aber auch eine Umgestaltung angedacht. Der Gehsteig könnte wegfallen, um Platz für eine klimafitte Gestaltung mit Bäumen und naturnahen Grünflächen zu schaffen. Die Strauchgasse und die Kerschbaumergasse werden hinsichtlich Einbauten und Straßenoberfläche saniert.
  • Arbeiten im Jahr 2023: Die Karlsgasse ist in ihrem Zustand und ihrer schmucklosen Gestaltung bereits sehr in die Jahre gekommen – daher wird auch hier die Gliederung des Straßenraums überdacht. In der Sackgasse zum Seiteneingang der Rosenarcade könnte z.B. eine barrierefreie Ebene mit Bäumen und Grünflächen entstehen. Die konkreten Planungen erfolgen allerdings erst im Vorfeld der Arbeiten im Jahr 2023. Weitere Sanierungen in diesem Jahr sind in der Bahnhofstraße und in der Nibelungengasse vorgesehen.