
Im Rahmen der Verabschiedungfeier für Prim. Dr. Gerd Eichberger wurden sehr pointierte Reden gehalten: Von LH Dr. Pröll, von Prim.. Dr. Peter Lechner und vom Geehrten selbst.
Hier zum Nachlesen die Rede von Prim. Dr. Gerd Eichberger:
Sehr geehrter Hr.Landeshauptmann, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Gäste!
Vier Jahrzehnte Gesundheitswesen zu kommentieren, würde leicht zwei Stunden in Anspruch nehmen – die protokollarische Beschränkung gebietet mir, dafür nicht mehr als 20 Minuten zu verwenden. Selbstverständlich kann in dieser kurzen Zeit nur das mir ganz Wesentliche hervorgehoben werden, wobei ich allerdings meiner Grundhaltung als Psychoanalytiker treu bleiben will, nämlich der einer „unerbittlichen Suche nach Wahrheit“. Dazu gehört auch die Mitteilung von Kritik und Sorgen um dieses Gesundheitswesen.
Zunächst aber möchte ich Dir, lieber Hr.Landeshauptmann, meinenherzlichsten Dank für Dein Kommen aussprechen. Ich empfinde Dein Kommen als große Anerkennung für mich, aber auch als Anerkennung für die Leistungen der Gugginger und Tullner Mitarbeiter anläßlich der Schließung der ehemaligen Landesnervenklinik Gugging vor 2 Jahren.
Zunächst ein Blick zurück: 1974 traf ich in Gugging auf eine Psychiatrie, welche alle Zeichen einer klassischen Verwahrpsychiatrie zeigte. Der damalige ärztliche Leiter, A.Marksteiner, folgte dem Beispiel des venetianischen Condottiere der italienischen Psychiatrie, Franco Basaglia, und ließ mit voller Unterstützung des Landes NÖ eine Psychiatriereform anlaufen, deren erste Jahre für mich zum Schönsten gehörten, was ich in meiner ärztlichen Laufbahn erleben durfte. Im ersten Jahr dieser Pionierphase war ich für das gesamte Weinviertel zuständig, in den folgenden Jahren nur mehr für den Bezirk Mistelbach, und ich konnte – befreit von jeglichem Managementzwang von außen – meine Bilder von Sozialpsychiatrie in die Wirklichkeit umsetzen. Ich konnte Patienten im Krankenhaus und nach ihrer Entlassung an Ihrem Wohnort betreuen, konnte mit Behörden und Medien jeglichen Kontakt aufnehmen und konnte eine Form der Medizin kennenlernen, welche den gesamten sozialen Bereich umfasste und wie sie somatischen Medizinern wohl nie möglich sein wird – obwohl gerade dieses ganzheitliche Betreuungsmodell auch im Krankenhausbereich im Sinne eines „Hospitalisten“ ein Zukunftsmodell werden wird.
Ich verdanke den Erfolg meiner Arbeit auch Hrn.Mag.Freibauer, damals Bürgermeister von Mistelbach, hernach Präsident des NÖ Landtages, der mich in meiner Funktion als Sektorpsychiater für den Bereich Mistelbach, massiv unterstützt hat.
„Von Gugging aus“ ist damals wirklich viel ausgegangen:
Navratil hatte mit seiner „Art brut“ die Kunstszene erobert, Feilacher führt diese Tradition nunmehr weiter, Meißel und Mitarbeiter hatten sozialpsychiatrische Kongresse mit Teilnahme von Patienten und Angehörigen sowie Vertretern der Öffentlichkeit organisiert, Brosch und Denk hatten Ethik-Kongresse und Seminare aufgebaut, Und Denk und Weibold führten mit mir eine umfangreiche Erhebung der Lebensumstände von Langzeitpatienten in Gugging durch, welche eine wesentliche Grundlage für die Letztfassung des Psychiatrieplans darstellten. Und nicht zuletzt hatte Brainin eine Neurologie aufgebaut, welche im Osten Österreichs beispiellos war und sich auch durch den ersten Aufbau einer stroke-unit auszeichnete.
Die Schließung eines so erfolgreichen Krankenhauses ist daher auch ein Symbol für die ungeheure Erneuerungs- und Veränderungsbereitschaft der damaligen Gugginger Mitarbeiter in jedem Bereich.
Ich möchte an dieser Stelle den Tullner Mitarbeitern herzlichst danken. Sie mussten die Errichtung eines zusätzlichen Krankenhauses mit etwa 200 Betten neben ihrer Arbeit – bei voll laufendem Betrieb ertragen und haben in einer beispiellosen Haltung weiter gearbeitet, ohne sich stören zu lassen. Das sind Alles Erfolge unserer eigenen Arbeit.
Daneben aber hat sich die Welt der Medizin in vier Jahrzehnten in einem Ausmaß verändert, welches wir Ärzte in dieser Form vielleicht nicht ganz so wollten.
Zunächst einmal hat sich das Rollenbild des Arztes verändert. Noch in den 60er und 70er Jahren waren Ärzte Menschen, welche von den Medien als „Götter in Weiß“ gefeiert wurden. Diese Götter wurden in vier Jahrzehnten durch die kulturelle Entwicklung zu generellen Managementstrukturen zu „verwalteten Ärzten“
Dazu eine ironische Charakterisierung:
War vor 40 Jahren ein Turnusarzt noch ein Arzt, so ist er heute ein akademischer Hilfsarbeiter. Ein Oberarzt war damals ein „Gott in Weiss“ – heute ist er ein gestresster Systemerhalter, der uns in Niederösterreich allmählich verloren geht. Ein Primar war Gott ähnlich und vor allem unsichtbar – heute kann man ihn tatsächlich wahrnehmen. Und ein ärztlicher Direktor war damals einem Zeus im Olymp vergleichbar. Nunmehr ist er - um bei der griechischen Mythologie zu bleiben - nur noch ein Hermes – ein göttlicher Postbote, welcher den Sterblichen zumeist düstere Botschaften bringt. Meinem Nachfolger, meinem Freund P.Lechner, wünsche ich in dieser Hinsicht wider ein Paar Schritte zurück – in den Olymp…
Eine weitere Änderung kann den Internet-Seiten der EU entnommen werden:
„Die nationalen Gesundheitssysteme stehen heute drei großen Herausforderungen gegenüber: Die Bevölkerung wird immer älter, die Leistungen immer besser – doch auch immer kostspieliger und die Patienten werden immer anspruchsvoller“.
Diese gesteigerte Anspruchshaltung hat zu einer dramatischen Änderung in der Arzt-Patient Beziehung geführt: In dem, auf Hegel zurückgehenden Dialog zwischen dem „Herrn“ und dem „Knecht“ befand sich der paternalistische Arzt in der Rolle des „Herrn““. Die Patienten haben sich nun geändert; als in psychoanalytischer Sicht oral fixierte, gierige und maßlos fordernde Kinder haben sie nun Macht über die „Mutter“ Medizin, über den Arzt übernommen.
Nun ist es der Arzt, welcher zum Knecht geworden ist. Stellvertretend für die Patienten schreibt nun das moderne Medizinmanagement dem Arzt vor, wie er zu sein hätte. Dies gelingt – leider - deswegen so leicht, weil ein Teil der Persönlichkeit bei vielen Ärzten diesem Prozess entgegenkommt: die überwältigende Sehnsucht nach Anerkennung. Diese Sehnsucht nach Anerkennung und Grandiosität im Sinne eines erfüllten Narzissmus wird durch die Teilnahme an einer immer besser werdenden Medizin wohl teilweise gestillt, verführt aber beide – Arzt und Patient – in gegenseitiger Interaktion zu einer alle Maße übersteigenden Kostenexplosion im Gesundheitswesen. In der Familientherapie würde man eine solche schiefe Beziehung zwischen Arzt und Patient als Kollusion bezeichnen. Deren Unglücklichkeitspotential ist, wie Fachleute sagen, „perfekt“. Denn die Begehrlichkeit des Patienten wird nie enden, der Anspruch auf Grandiosität beim Mediziner nie erfüllt sein. In der Sprache der Psychoanalyse saugt das gierige Kind, der Patient, an der Brust der Mutter Medizin solange, bis diese nichts mehr hergeben kann.
Immer bessere und immer kostspieligere Leistungen werden nämlich dazu führen, dass eine immer älter werdende, multimorbide Bevölkerungsschicht anwachsen wird, deren Anspruch auf Therapie die Gesundheitskosten eines jeden Bürgers in den letzten 2 Jahren vor seinem Tod Spitzenwerte erreichen lassen wird. Der daraus resultierende Konflikt wird zunächst einmal voll auf dem Rücken des medizinischen Personals ausgetragen. Die Politik – ich zitiere den gegenwärtigen Gesundheitsminister Stöger – spricht in einer ungeheuer zynischen Form von notwendigen „Einsparungen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung“.
Der verzweifelte Versuch der Gesellschaft, diese unerfüllbaren Ziele gleichzeitig zu erreichen, führte zum Siegeszug des modernen Medizinmanagements, welches unter dem Druck eines überwiegend ökonomischen Denkens zu einem beispiellosen Ökonomismus geführt hat.
Die Herrschaft der Manager hat begonnen, Krankenhäuser wurden zu Gesundheitsindustriebetrieben, Patienten wurden in zynischer Form zu „Kunden“. Wie wenn ein einziges Unfallopfer sich in seiner Situation als Kunde sehen könnte.... Ein bekannter Medizinsoziologe, Hagen Kühn, hat zu diesem Phänomen des Ökonomismus festgestellt: Das Ziel des modernen Medizinmanagement ist nicht der gesunde Patient, sondern die gesunde Bilanz….
Und einer jener zehn Medizinmanager, die in diesem Jahrhundert über mir auftauchten, meinte dazu: „Die Medizin ist viel zu wichtig, als dass man sie den Ärzten überlässt…..
Nun – sine ira et studio - wieder ein Blick zurück: Diese Haltung hatte Auswirkung auf meine Tätigkeit gehabt: Als ärztlicher Leiter eines ehemaligen Landeskrankenhauses konnte ich die gesamte Entwicklung des verantwortlichen Managements – von der Geschäftsstelle der Landeskrankenanstalten unter dem seinerzeitigen Tullner kaufmännischen Direktor Schubert – bis zur atemberaubend pausenlosen organisatorischen Entwicklung von NÖGUS und Holding – in ihrer Bedeutung alternierend – bis in die Gegenwart – mit erleben.
Es waren immerhin 10 verschiedene Medizinmanager über mir, d.h., ab ca 2002 bis jetzt in 90 Monaten alle 9 Monate ein neuer – was fast einer Schwangerschaft enstpricht….. Bei aller Kompetenz und Originalität hatten diese Manager – einige boten ein äußerst originelles Sozialverhalten – ein mich doch irritierendes Verhalten – sie haben mir alle die Welt erklärt. Und einer von ihnen sogar die Psychiatrie. Die Welt, welche sie mir da erklärten, war die Welt der Ökonomie. Und dabei hat sich auch der Stil des mich lenkenden Gesundheitswesens geändert: Eine Änderung, die ich übrigens auch in anderen Bereichen unserer Gegenwartskultur beobachten konnte.
Ein Stil der Enthierarchisierung und Geschichtslosigkeit.
Zunächst zur Enthierarchisierung: Moderne Management Systeme gehen ganz offensichtlich in der Wirklichkeit ihres Tuns von Stabliniendiagrammen ab und wenden sich funktionellen Matrixorganisationen zu, innerhalb derer es natürlich keine festgelegten Hierarchien gibt. Und so konnte ich im letzten Jahrzehnt meiner Tätigkeit als ärztlicher Leiter viele Mitarbeiter beobachten, welche in Ausnützung dieses funktionellen Matrixsystems mit faszinierender Leichtigkeit – oft ganz unbeschwert – an der Kollegialen Führung vorbei gingen und ihren Zugang zum oberen Management direkt suchten und auch fanden, weil dieses bereitwillig – mitunter sogar fördernd diesem Verhalten entgegenkam. Es war dieser Stil einer Enthierarchisierung, welcher eine der größten Belastungen meines Arbeitslebens darstellte und vor dessen Weiterführung ich im Interesse meines Nachfolgers nur warnen kann.
Eine weitere Eigenheit des modernen Managements scheint eine gewisse „Geschichtslosigkeit“ zu sein. Die Entwicklung von Teams im Kontinuum ihres zeitlichen Ablaufes, das Entstehen einer Institution sollten doch zumindest unter einem minimalen historischen Aspekt gesehen werden. Im modernen Management scheint dies obsolet zu sein. Der Respekt vor Geschichte ist verloren gegangen. Der Augenblick überwiegt in der Betrachtung.
Jedenfalls musste ich jeder neuen „Managerschwangerschaft“ die Entwicklung der NÖ Psychiatrie erklären – mit der Hoffnung, dass das fachunkundige Publikum sich in unsere Arbeit nicht allzu sehr einmischen würde. Es ist erstaunlich, dass wir die Schließung von Gugging trotz dieser ahistorischen Betrachtungsweise so gut geschafft haben.
In der Summe drücken solche Phänomene einen gesellschaftlichen Diskurs aus – im Sinne von Michel Foucault; den „Diskurs des „verwalteten Arztes“. Und sie resultieren natürlich aus dem Bemühen, das ganze System noch halbwegs finanzieren zu können.
Damit komme ich jetzt zum wesentlichen Punkt, zu den Prognosen für das Gesundheitswesen:
Die Intensivierung einer ökonomistisch industrialisierten Medizin – im Sinne eines „Mehr vom Selben“ nach Watzlawik - bewirkt vielleicht eine Verzögerung des Hauptproblems, aber keine Lösung: Früher oder später muss darüber nachgedacht werden, wie die steigende Ressourcenverknappung im Gesundheitswesen angesichts des wachsenden Anspruchsverhalten, und der wachsenden Unfinanzierbarkeit medizinischer Erfolge zu bewältigen wäre. Einer der mir wesentlichen Wege stellt wohl eine intensive Diskussion über Ethik und Verteilungsgerechtigkeit dar. Ethische Prinzipien und Grundlagen unseres Handelns werden wohl zum Rüstzeug des modernen Medizinmanagers werden müssen. Aber nicht nur seines : Sondern im Sinne eines herrschaftsfreien Dialoges nach Habermas auch jedem interessierten Bürger.
Denn es steht zu befürchten, dass der zu erwartende Generationenkonflikt den Ausgang haben wird, dass eine aktive – noch junge Gesellschaft zunehmend weniger Bereitschaft zeigen wird, für die oben zitierten letzten zwei Jahre eines todkranken Mitmenschen die vollen Kosten zu übernehmen.
Und damit komme ich zu einer ernsten Anregung für das Spitzenmanagement:
Beginnen Sie mit intensiven Ethik-Diskussionen vielleicht schon jetzt. Es ist dem gegenwärtigen Geschäftsführer im Medizinbereich, Hrn.Dr.Griessner, hoch anzurechnen, dass er in den Jahren meiner Tullner Direktionstätigkeit immerhin ein zweitägiges Ethik-Seminar für ärztliche Direktoren organisiert hat. Aber abgesehen von dieser zeitlichen Minimalisierung sollten auch kaufmännische Direktoren nicht von der Beschäftigung mit Medizinethik ausgenommen werden. Denn in den Zeiten des Ökonomismus hat sich ja das Konstrukt einer „Kollegialen Führung“ zu einer überwiegend ökonomischen Führung gewandelt. Was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass Entscheidungen über finanzielle Ressourcen erkennbar Ethik – gesteuert sind.
Zusammenfassend also: Keine übergroße Betonung des Ökonomismus sondern ein Nachdenken über die ethische Dimension unseres Tuns. Denn ich nehme doch nicht an, dass Platon und Aristoteles so wie Kant und andere bedeutende Ethiker in dieser schwierigen Welt umsonst gelebt hätten.
Und darüber hinaus würde ich den Ärzten mehr eine Haltung der Demut und der Bescheidenheit im Sinne der Stoa (Marc Aurel) und den Patienten doch eine Reflexion ihrer Begehrlichkeit und auch ein Nachdenken über das Ende dieser Begehrlichkeit empfehlen.
Nach all diesen ernsten Kommentaren nun zu den Danksagungen: Ich möchte allen Menschen, die mich auf diesem langen und mühsamen Weg durch das Gesundheitswesen so positiv begleitet haben danken. Sicher wäre es ungerecht, nun einzelne hervorzuheben, dennoch möchte ich mich besonders bei den Mitarbeiterinnen der beiden Sekretariate in Gugging und Tulln für ihre Unterstützung bedanken. Ich hätte die Verwaltung der Überstunden bei meinen Ärzten und die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes nie ohne ihre Mitarbeit geschafft.
Ein weiterer Dank gilt auch meinen beiden Mitarbeiterinnen im Rahmen der kollegialen Führung. Ich hatte an meiner Seite eine äußerst geschickte, im psychologischen Umgang mit Menschen bewanderte Pflegedirektorin und eine bis an die Grenzen ihrer Gesundheit arbeitende kaufmännische Direktion und wurde immer mehr zum Quotenmann in einem konstant weiblichen Management, wobei diese Weiblichkeit noch durch das Regionalmanagement verstärkt wurde. Die Schaffung eines Gleichbehandlungbeauftragten für Männer wäre wohl ein Gebot der Stunde gewesen….
Daneben aber darf ich mich für die Durchführung dieser Feier bei meiner kaufmännischen Direktorin herzlichst bedanken…
Ein weiterer Dank gebührt all meinen Mitarbeitern der PSZ-GesmbH und vor allem den beiden Geschäftsführern dieser großen sozialpsychiatrischen Außenorganisation, welche wir alle gemeinsam aufgebaut haben – das PSZ versorgt immerhin halb NÖ mit 300 Mitarbeitern sozialpsychiatrisch.
Ebenso schulde ich meinen Dank dem Department für Psychosoziale Medizin der DUK, besonderes seinem Leiter, Hrn.Prof.Dr.Toni Leitner. Ich stehe diesem Department nicht nur als Vortragender, sondern auch als Teilnehmer in zwei Masterlehrgängen zur Verfügung. Damit verbunden danke ich auch allen Teilnehmern des Supervisionslehrganges, mit denen ich durch meine Existenz als Schüler eine ungeheure Verjüngung meines intellektuellen Seins erleben durfte.
Ganz besonders möchte ich mich auch bei meiner Frau bedanken, die mich mit großer Geduld all die Jahre begleitet hat und welche meine Führungstätigkeit mit einer wirklich korrekten Zurückhaltung begleitet hat, was, so glaube ich, von vielen Mitarbeitern auch gewürdigt worden ist.
Meinen neuen Mitarbeitern hier in Tulln, im neuen Donauklinikum danke ich ebenso für ihre Begleitung – sowohl denen, die meine Führung respektiert haben als auch den anderen, welche in der Matrix agiert haben. Gelernt habe ich für meinen Supervisionskurs gerade von letzteren.
Und ich möchte mich vor allem auch bei jenen Tullner Mitarbeitern bedanken – vor allem im Pflegedienst, welche ihre Arbeit in ungeheurer Aufopferung – alltäglich erfüllen und den somatischen Teil dieses Hauses aufrecht erhalten.
Und ebenso den Mitarbeitern der beiden Krankenpflegeschulen, die sich wirklich engagiert um die Ausbildung kümmern, und hier vor allem Fr.R.Kuselbauer, die mich in der Ausbildungstätigkeit jahrzehntelang – praktisch seit 1974 begleitet hat.
Nicht vergessen möchte ich auch auf all jene Patienten – vor allem im Langzeitbereich – viele hier im Rosenheim, von denen ich ungeheuer Vieles über das Leben, die Welt, ihre Probleme und ihre Lösungen erfahren durfte. Ihnen gebührt mein Dank, eine patienenorientierte Psychiatrie und Psychotherapie verwirklichen zu können.
Und ich danke noch einmal dem Land NÖ, dass ich in diesem wunderschönen Land den Beruf eines Psychiaters und Psychotherapeuten erlernen und praktizieren durfte.
Allen Mitarbeitern nun wünsche ich für die Zukunft die Möglichkeit, den Schwierigkeiten und Belastungen dieses Gesundheitswesens mit einer intensiven Ethikdiskussion entgegentreten zu können und dass Ihnen für die sehr belastende Arbeit auch Supervision und Coaching zur Verfügung stehen wird.
Ich selbst werde das Krankenhaus nunmehr von außen betrachten – als Wahlarzt, als Psychotherapeut, als Lehrender und als Vorsitzender einer Trägerorganisation für extramuale Psychiatrie – und ich hoffe, dass wir im Rahmen dieser meiner Tätigkeiten immer wieder in einen kreativen Dialog eintreten können.
Einen besonderen Dank darf ich noch an den Chor aussprechen, dessen musikalische Leistung für diese Feier eine Bereicherung darstellten.
Und noch einmal mein herzlichster Dank an Dich, lieber Hr.Landeshauptmann, für Deine Anwesenheit hier und für Deine Geduld und Loyalität, mit der Du mich ein ganzes Arbeitsleben lang begleitet hast.